Verliert eine Kamera ihre Verbindung, bleibt dein Stream bei der Plattform online. Das Overlay läuft weiter. Das Bild dieser Kamera fehlt so lange, bis sie wieder sendet oder du auf eine andere Quelle schneidest.

Diesen Schnitt machst du von Hand. Eine Szene, die bei einem Ausfall von selbst eingeblendet wird, ist geplant, aber noch nicht gebaut.

Was genau passiert

Teil Bei einem Ausfall der Kamera
Stream zur Plattform Bleibt online. Twitch, YouTube oder Kick bekommen weiter ein Signal vom Studio.
Overlay Läuft weiter, mit seinem Ton. Alerts und Chatbox bleiben sichtbar.
Bild der Kamera Fehlt, solange die Kamera nicht sendet.
Ton der Kamera Fehlt ebenfalls.
Andere Eingänge Sind nicht betroffen und laufen weiter.
Szenenwahl Bleibt, wie sie ist. Das Studio schneidet nicht von selbst um.

Der Grund, warum der Stream online bleibt: Nicht deine Kamera sendet an die Plattform, sondern dein Studio. Die Verbindung zwischen Studio und Plattform hängt nicht an deiner Mobilfunk- oder WLAN-Strecke. Sendest du dagegen direkt vom Handy an die Plattform, beendet diese den Stream, wenn die Verbindung eine Weile weg ist.

Was du tust

  1. Erkenne den Ausfall. Im Programm fehlt das Bild, und von der Kamera kommt kein Ton mehr. Auf dem Tab „Eingänge“ zeigt die Anzeige der Verbindungsqualität, dass von diesem Eingang nichts mehr ankommt.
  2. Schneide auf eine andere Quelle. Klicke bei einer Szene, die ein Signal hat, auf „Schneiden“. Sie ist sofort im Programm, weil alle Eingänge im Hintergrund mitlaufen.
  3. Bringe die Kamera zurück. Meist verbindet sich die App von selbst neu, sobald das Netz wieder da ist. Wenn nicht, starte das Senden in der App noch einmal.
  4. Schneide zurück. Sobald die Kamera wieder sendet, ist ihr Bild ohne weiteres Zutun wieder da. Lege sie auf die Vorschau, prüfe Bild und Pegel und wechsle mit „Take“.

Im Studio musst du dafür nichts neu starten. Die Adresse des Eingangs bleibt dieselbe.

Wenn du nur eine Kamera hast

Dann gibt es keine andere Kamera, auf die du schneiden kannst. Der Stream bleibt trotzdem online, und deine Zuschauer sehen das Overlay ohne Kamerabild, bis du wieder da bist. Das ist besser als ein Kanal, der offline geht, aber es ist kein fertiges Pausenbild.

Zwei Dinge helfen:

  • Ein Overlay, das für sich stehen kann. Wenn deine Overlay-Seite Chat und Alerts zeigt, sehen die Zuschauer bei einem Funkloch wenigstens, dass der Stream weiterläuft.
  • Ein zweiter Eingang als Ausweichbild. Jede SRT-Quelle kann ein Eingang sein, auch ein Rechner zu Hause, der mit OBS oder ffmpeg eine Pausengrafik oder eine Schleife sendet. Auf diese Szene schneidest du, wenn die Kamera weg ist. Die Zahl der Eingänge legst du auf dem Tab „Eingänge“ fest, bevor du das Studio startest.

Wer schneidet, wenn du unterwegs bist

Die Regie läuft im Browser, auch auf dem Handy. Es gibt drei Wege:

  • Du schneidest selbst am Handy. Das setzt voraus, dass dein Handy noch Netz hat, während die Kamera keines hat.
  • Jemand anderes bedient für dich eine Fernsteuerung. Das Studio spricht das OBS-WebSocket-Protokoll. Apps wie OBS Blade, Bitfocus Companion oder Stream-Deck-Plugins für OBS können damit Szenen wechseln. Die Verbindungsdaten stehen auf dem Tab „Fernsteuerung“.
  • Ein Twitch-Chat-Bot mit Befehlen für dich und deine Moderatoren ist im Aufbau.

Ausfällen vorbeugen

Ganz vermeiden lassen sich Funklöcher nicht, aber du kannst die Strecke stabiler machen:

  • Wähle eine Bitrate, die dein Netz sicher schafft. Siehe Die richtigen Encoder-Einstellungen.
  • Gib SRT im Mobilfunk mehr Zeit für Wiederholungen. Siehe SRT-Latenz einstellen.
  • Das Bündeln mehrerer Mobilfunkverbindungen (SRTLA) unterstützt das Studio noch nicht. Es ist geplant.

Den Hintergrund erklärt Warum dein Twitch-Stream bei einem Funkloch offline geht.