Die Regie zeigt zwei Bilder. Programm ist das, was gerade auf Sendung ist. Vorschau ist das, was du als Nächstes vorbereitest. Mit Take tauschst du die beiden, mit Schneiden bringst du eine Szene direkt ins Programm.
Eine Szene ist ein Eingang. Hast du drei Eingänge, hast du drei Szenen.
Die beiden Seiten
Programm und Vorschau haben jeweils ein Bild, einen Ton und Pegelanzeigen. Du siehst also schon vor dem Wechsel, ob die nächste Kamera ein Bild liefert und ob ihr Ton ankommt.
Das Bild im Browser ist ein Kontrollbild mit wenigen Bildern pro Sekunde. Es zeigt dir, was auf welcher Seite liegt, nicht die Qualität des Streams. Deine Zuschauer sehen das Programm flüssig und in voller Auflösung.
Zwei Schalter helfen bei der Kontrolle:
- Mithören lässt dich den Ton einer der beiden Seiten im Browser hören.
- Flüssige Vorschau zeigt mehr Bilder pro Sekunde.
Mit Vorschau und Take wechseln
Das ist der sichere Weg, weil du die Szene siehst, bevor sie auf Sendung geht.
- Klicke auf die Szene, die als Nächstes kommen soll. Sie liegt jetzt auf der Vorschau.
- Prüfe Bild und Pegel. Wenn du den Ton hören willst, schalte „Mithören“ für die Vorschau ein.
- Klicke im passenden Moment auf Take. Vorschau und Programm tauschen die Plätze.
Nach dem Take liegt die Szene, die eben noch auf Sendung war, auf der Vorschau. Ein zweiter Take bringt sie zurück. Für ein Gespräch zwischen zwei Kameras reicht deshalb dieser eine Knopf.
Direkt schneiden
Schneiden bringt eine Szene ohne Umweg über die Vorschau ins Programm. Das ist richtig, wenn es schnell gehen muss, zum Beispiel wenn die Kamera auf Sendung gerade ausgefallen ist. Du siehst die Szene dann nicht vorher auf der Vorschau. Ein Blick darauf, ob der Eingang überhaupt ein Signal hat, lohnt sich trotzdem.
Der Ton folgt dem Schnitt
Zu hören ist immer der Ton des Eingangs, der im Programm liegt, dazu der Ton deines Overlays. Wechselst du die Szene, wechselt der Ton mit. Die Eingänge werden nicht zusammengemischt.
Der Übergang im Ton ist eine sehr kurze Überblendung, damit es beim Schnitt nicht knackt. Mehr dazu steht in Ton mischen: Lautstärke, Stumm und Mono.
Was ein Schnitt ist und was nicht
- Der Wechsel ist ein harter Schnitt. Überblendungen und andere Übergänge gibt es noch nicht, sie sind geplant.
- Der Schnitt wirkt sofort. Alle Eingänge laufen im Hintergrund mit, ob sie auf Sendung sind oder nicht. Es muss also nichts erst anlaufen, wenn du wechselst.
- Dein Overlay liegt über dem Programm, egal welche Szene dort ist.
- Das Studio schneidet nicht von selbst. Fällt eine Kamera aus, wechselst du von Hand auf eine andere Quelle. Siehe Was passiert, wenn eine Kamera ausfällt.
Einstellungen auf der Vorschau machen
Die Vorschau ist auch der richtige Ort, um an einem Eingang etwas zu ändern. Der Bild-Ton-Versatz zum Beispiel verursacht bei jeder Änderung einen kurzen Sprung auf diesem Eingang. Liegt der Eingang auf der Vorschau, bekommt das niemand mit.
Fernbedienung statt Maus
Die Regie läuft im Browser, auch auf dem Handy. Wer lieber Tasten drückt, verbindet ein Gerät oder eine App, die das OBS-WebSocket-Protokoll spricht, zum Beispiel Bitfocus Companion oder ein Stream-Deck-Plugin für OBS. Damit lassen sich Szenen wechseln. Die Verbindungsdaten stehen auf dem Tab „Fernsteuerung“.
Kurz zusammengefasst
| Aktion | Wirkung |
|---|---|
| Szene anklicken | Die Szene liegt auf der Vorschau. |
| Take | Vorschau und Programm tauschen. |
| Schneiden | Die Szene geht direkt ins Programm. |
| Mithören | Du hörst eine der beiden Seiten im Browser. |
| Flüssige Vorschau | Mehr Bilder pro Sekunde im Kontrollbild. |