In deinem Studio folgt der Ton dem Bild: Zu hören ist der Ton des Eingangs, der gerade im Programm liegt, und dazu der Ton deines Overlays. Die Eingänge werden nicht miteinander gemischt. Zwei Eingänge gleichzeitig hörbar zu machen, geht also nicht.
Für jeden Eingang stellst du in der Regie ein, wie er klingt, wenn er auf Sendung ist: Lautstärke, Stumm, Mono und den Bild-Ton-Versatz.
Was bei einem Schnitt mit dem Ton passiert
Wechselst du die Szene, wechselt der Ton mit. Der Übergang ist eine sehr kurze Überblendung von wenigen Millisekunden, damit es nicht knackt. Für die Zuschauer klingt das wie ein sauberer Schnitt.
Daraus folgt:
- Der Regler eines Eingangs ist sein Pegel auf Sendung. Liegt der Eingang nicht im Programm, hört ihn niemand, egal wo der Regler steht.
- Sollen zwei Stimmen gleichzeitig zu hören sein, müssen sie schon gemeinsam in einem Eingang ankommen. Wie das bei zwei Personen an zwei Orten aussieht, steht in Zu zweit aus zwei Städten streamen.
- Der Ton des Overlays ist immer zu hören, unabhängig von der Szene.
Die Bedienelemente je Eingang
| Element | Wirkung |
|---|---|
| Regler | Die Lautstärke des Eingangs. |
| Stumm | Schaltet den Ton des Eingangs ab. Das Bild bleibt. |
| Mono | Mischt links und rechts zusammen und gibt das Ergebnis auf beiden Kanälen aus. |
| Bild-Ton-Versatz | Verzögert den Ton oder das Bild, wenn beide auseinanderlaufen. |
Lautstärke einstellen
- Lege den Eingang auf die Vorschau.
- Sieh auf die Pegelanzeige der Vorschau, während jemand spricht oder die Quelle ihren normalen Ton liefert.
- Schalte „Mithören“ für die Vorschau ein, wenn du den Ton hören willst.
- Stelle den Regler so ein, dass der Eingang ähnlich laut ist wie deine anderen Eingänge. Dann springt die Lautstärke beim Schnitt nicht.
Vergleiche die Eingänge untereinander, bevor du auf Sendung gehst. Ein Eingang, der deutlich lauter ist als die anderen, fällt bei jedem Wechsel auf.
Stumm
„Stumm“ ist für Eingänge, deren Ton nie auf Sendung soll, etwa eine Kamera, die nur ein Bild liefern soll und dabei Raumgeräusche aufnimmt. Die Einstellung bleibt am Eingang, bis du sie wieder aufhebst. Sie gilt also auch beim nächsten Schnitt auf diese Szene.
Bedenke, dass dann nur noch das Overlay zu hören ist, solange dieser Eingang im Programm liegt.
Mono
„Mono“ hilft, wenn ein Mikrofon nur auf einem Kanal ankommt und die Zuschauer es deshalb nur links oder nur rechts hören. Das passiert leicht mit einem Mikrofon an einem Stereo-Eingang.
Mit „Mono“ liegt die Stimme auf beiden Kanälen. Weil links und rechts dabei gemittelt werden, wird ein Signal, das nur auf einem Kanal lag, um 6 dB leiser. Gleiche das mit dem Regler aus:
- Schalte „Mono“ für den Eingang ein.
- Prüfe am Pegel, dass jetzt beide Kanäle ausschlagen.
- Ziehe den Regler hoch, bis die Stimme wieder so laut ist wie vorher.
Bei einer Quelle mit echtem Stereoton, etwa Musik oder Spielton, lässt du „Mono“ aus.
Der Ton des Overlays
Die Seite, die du als Overlay eingetragen hast, bringt ihren eigenen Ton mit, zum Beispiel den Klang eines Alerts. Sie hat einen eigenen Regler und einen eigenen Stumm-Schalter. Ihr Ton liegt über dem Ton des Programms und ist bei jeder Szene zu hören.
Stelle ihn so ein, dass ein Alert deutlich zu hören ist, aber niemanden übertönt, der gerade spricht.
Bild-Ton-Versatz
Wenn Lippen und Stimme bei einem Eingang nicht zusammenpassen, gleichst du das mit dem Bild-Ton-Versatz aus. Jede Änderung verursacht einen kurzen Sprung auf diesem Eingang. Stelle ihn deshalb ein, während der Eingang auf der Vorschau liegt. Die Schritte stehen in Bild und Ton laufen auseinander.
Wenn gar kein Ton kommt
Prüfe der Reihe nach: Ist der Eingang auf „Stumm“? Steht der Regler ganz unten? Schlägt die Pegelanzeige überhaupt aus? Bleibt sie leer, kommt von der Quelle kein Ton an. Dann hilft Kein Ton weiter.