Dein Studio nimmt H.264 mit AAC-Ton in MPEG-TS über SRT an. Das senden praktisch alle SRT-Apps von sich aus. Auf die Feinheiten kommt es trotzdem an: eine gleichmäßige Bitrate, ein Keyframe alle 2 Sekunden und eine Bitrate, die zu deiner Leitung passt.

Die Werte unten sind unsere Empfehlung. Sie gelten für jede Quelle, ob OBS, eine Handy-App, ffmpeg oder ein Hardware-Encoder. Wie die Felder heißen, unterscheidet sich von App zu App.

Die Einstellungen auf einen Blick

Einstellung Empfehlung Warum
Video-Codec H.264 H.265/HEVC wird als Eingang nicht unterstützt. Steht deine App auf HEVC, kann das Bild ausbleiben.
Auflösung 1080p oder 720p Mehr braucht es nicht. 720p spart Bitrate, wenn die Leitung knapp ist.
Bildrate bis 60 Bilder pro Sekunde Für Bewegung und Gameplay 60, für ruhige Bilder reichen auch 30.
Bitratensteuerung konstante Bitrate (CBR) Eine gleichmäßige Datenrate lässt sich über eine Funk- oder Internetstrecke besser transportieren als eine mit Spitzen.
Video-Bitrate 3–4 Mbit/s im wackligen Mobilfunk, 6 Mbit/s bei gutem 5G, WLAN oder Glasfaser Die Bitrate muss sicher unter dem liegen, was deine Leitung im Upload schafft. Mehr als 6 Mbit/s nur auf einer Leitung, von der du weißt, dass sie gut ist.
Keyframe-Intervall 2 Sekunden Nach einem verlorenen Paket bleibt das Bild fehlerhaft, bis der nächste Keyframe kommt. Bei 2 Sekunden ist ein Fehler schnell wieder weg.
Audio-Codec AAC Das Format, das das Studio erwartet.
Audio-Bitrate 128–160 kbit/s, Stereo Reicht für Sprache und Musik.
Abtastrate 48 kHz Mit 48 kHz arbeitet das Studio. Andere übliche Abtastraten funktionieren auch.
Container MPEG-TS Bei SRT der Normalfall, meist gar nicht einstellbar.
SRT-Modus Caller Dein Studio wartet auf die Verbindung, die App baut sie auf.
Passphrase leer lassen Die Eingänge arbeiten ohne Verschlüsselung. Eine eingetragene Passphrase verhindert die Verbindung.

Bitrate: lieber zu niedrig als zu hoch

Die häufigste Ursache für ein ruckelndes Bild ist eine Bitrate, die die Leitung nicht dauerhaft schafft. SRT kann verlorene Pakete nachfordern, aber es kann keine Bandbreite herbeischaffen, die nicht da ist. Ein sauberes Bild mit 4 Mbit/s sieht besser aus als ein gestörtes mit 8.

So gehst du vor:

  1. Miss den Upload dort, wo du senden wirst, und rechne nur mit einem Teil davon. Im Mobilfunk schwankt der Wert stark.
  2. Stelle die Bitrate nach der Tabelle ein und sende ein paar Minuten zur Probe.
  3. Sieh im Studio auf dem Tab „Eingänge“ auf die Anzeige der Verbindungsqualität. Pakete, die als Wiederholung ankamen, hat SRT rechtzeitig repariert, das ist in Ordnung. Pakete, die nie ankamen, siehst du als Bildfehler und hörst du als Lücken im Ton. Steigt diese Zahl, senke die Bitrate oder erhöhe die SRT-Latenz.

Unterwegs zählt auch das Datenvolumen: 6 Mbit/s sind etwa 2,7 GB pro Stunde, 4 Mbit/s etwa 1,8 GB.

Keyframes: in Sekunden oder in Bildern

Manche Apps fragen nach dem Abstand in Sekunden, andere nach der Zahl der Bilder (oft „GOP“ genannt). 2 Sekunden entsprechen:

  • 120 Bildern bei 60 Bildern pro Sekunde
  • 100 Bildern bei 50 Bildern pro Sekunde
  • 60 Bildern bei 30 Bildern pro Sekunde

Steht die Einstellung auf „automatisch“, kann der Abstand deutlich länger sein. Dann dauert es entsprechend länger, bis ein Bildfehler verschwindet. Trage den Wert deshalb fest ein.

Was das Studio daraus macht

Die Einstellungen deiner Quelle bestimmen nur die Strecke von dir zum Studio. Das Programm, das an Twitch, YouTube oder Kick geht, kodiert das Studio neu. Du musst also nicht für jede Plattform andere Werte senden. Was deine Quelle an Qualität nicht mitbringt, kann das Studio aber nicht hinzufügen.

Checkliste vor dem Stream

  • Codec steht auf H.264, nicht auf HEVC.
  • Bitrate ist konstant und liegt sicher unter deinem Upload.
  • Keyframe-Intervall ist fest auf 2 Sekunden gestellt.
  • Ton ist AAC, Stereo, 48 kHz.
  • Passphrase ist leer.
  • Die Adresse stimmt mit dem Tab „Eingänge“ überein.

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